Am fruehen Nachmittag des 25. Oktobers 2011 entladen sich an der ostligurischen Kueste zwischen Sestri Levante und La Spezia nie zuvor gesehene Regenmengen, eine sogenannte „Bomba d’acqua“. Innerhalb von drei Stunden prallt die durchschnittliche Niederschlagsmenge eines ganzen Jahres – 500mm pro m2 – auf das ohnehin geologisch fragile Territorium. Die Auswirkungen sind verheerend.
Kleine Fluesse, Kanaele und Baeche werden zu reissenden Stroemen, das Tal des Flusses Vara im Hinterland von La Spezia verwandelt sich in eine gigantische, unkontrollierbare Schlammlawine. Die Ueberschwemmung erreicht ihren Hoehepunkt beim Zusammenfluss des Vara mit dem Magra und fordert in diesem Gebiet 8 Menschenleben.
Die natuerlichen Wasserlaeufe, welche die Huegel der Steilkueste oberhalb von Vernazza und Monterosso durchziehen, schwellen in kuerzester Zeit derartig an, dass sie alles mit sich reissen, was sich auf ihrem Weg befindet: Baeume, Felsbrocken, Strassen, Autos. Das Erdreich ganzer Haenge dringt in die Gassen und Haeuser der Altstaedte der beiden Doerfer ein. Das folgende Video vermittelt einen Eindruck von dem was geschehen ist:
Monterosso und Vernazza beklagen den Tod von insgesamt vier Einwohnern -wenige Opfer im Anbetracht der ungeheuren Gewalt des Unwetters – ein schwerer, zu schwerer Verlust fuer Familien und Dorfgemeinschaft.
Das Gebiet der „5 Erden“ ist zur Zeit in zwei Haelften geteilt: im Westen die verwuesteten Doerfer Monterosso und Vernazza, zentral und im Osten Corniglia, Manarola und Riomaggiore, die voellig unversehrt und von der Katastrophe verschont geblieben sind.
Gerade darum haben wir, die Einwohner von Riomaggiore, Manarola und Corniglia, umso mehr die Pflicht, unseren Nachbarn mit allen Kraeften beizustehen. Seit den ersten Stunden nach dem Unglueck kommen taeglich freiwillige Arbeits- und Hilfstrupps per Boot oder Zug aus unseren Doerfern nach Vernazza und Monterosso, welche von der Pubblica Assistenza Riomaggiore koordiniert, auch Trinkwasser, frische Lebensmittel und Hilfsgueter aller Art transportieren. Neben der direkten praktischen Hilfe wie den Schlamm und andere Rueckstaende aus Strassen, Wohnungen und Geschaeften zu entfernen, Reparaturen auszufuehren und menschlichen Beistand zu leisten, hat es sich unsere lokale Non-profit-Organisation zur Aufgabe gemacht, Spenden fuer die Finanzierung der aktuellen und in den naechsten Monaten notwendigen Hilfsprojekte zu sammeln.

Helfen Sie uns, Vernazza und Monterosso ihre faszinierende Schoenheit vom 24. Oktober 2011 zurueckzugeben, damit die Cinque Terre wieder Eins werden koennen.
Und so koennen Sie helfen:
- 1) Sagen Sie es weiter – ihren Freunden, ueber Facebook oder Twitter: Die Cinque Terre haben nichts von ihrem Zauber verloren! Die Cinque Terre existieren noch!
Besuchen sie uns als Tagesgaeste, zum Wandern oder verbringen Sie ihren Urlaub in den Cinque Terre.
Corniglia, Manarola und Riomaggiore erwarten Sie schon heute, Monterosso kann und wird es schaffen zum Fruehjahr 2012 und warum nicht auch Vernazza! - Helfen Sie mit einer Spende! Viele Familien haben Arbeit, Wohnung, Mobiliar und Auto verloren. Zufahrtstrassen und Gassen, Kanalisation und Energieversorgung sowie viele private und oeffentliche Gebaeude muessen erneuert werden – wir arbeiten ohne Unterlass, doch dazu benoetigen wir erhebliche finanzielle Unterstuetzung! Jede – Ihre – Hilfe ist wichtig!
Hier finden Sie weitere Informationen und Spendenaufrufe:










